Flexible Grundschule

Seit einigen Jahren ist unsere Schule nun eine „Flexible Grundschule“. Was bedeutet das?

Die „Flexible Grundschule“ ist ein Konzept, das den Unterricht in heterogenen Lerngruppen in den Mittelpunkt stellt. Das Besondere dieses Konzepts ist die flexible Verweildauer. Ein Kind kann neben den üblichen zwei Jahren bereits nach einem Schulbesuchsjahr in die dritte Jahrgangsstufe aufrücken oder Kinder, die die notwendigen Kompetenzen noch nicht erworben haben, können die flexible Eingangsstufe ein drittes Jahr besuchen, ohne dass ein Wechsel des Klassenverbandes erforderlich wird. Dieses dritte Jahr wird nicht als Wiederholungsjahr gewertet.

 

Somit versucht die „Flexible Grundschule“, die unterschiedlichen Voraussetzungen, die Kinder aufgrund ihres Alters, Umfeldes und Entwicklungsstandes mitbringen, gezielter aufzufangen und zu kompensieren. Im Mittelpunkt steht hierbei immer das einzelne Kind mit seinem Lernprozess und Lerntempo.

 

Was bedeutet Lernen in einer jahrgangsgemischten Klasse?

  • Kooperative Lernformen
    Beim gemeinsamen Lernen findet ein Austausch zwischen den Lernenden statt und so besteht zwischen ihnen eine positive Abhängigkeit. Die Kinder arbeiten in Gruppen an einer gemeinsamen Aufgabe und bringen dabei ihre unterschiedlichen Voraussetzungen ein. Dadurch entwickeln sich nicht nur ihre sozialen Fähigkeiten, zudem erhalten sie von anderen Kindern auch Impulse für ihr fachliches und methodisches Denken.

 

  • Individualisierung
    Individualisierung bedeutet, sich auf jedes Kind individuell einzustellen. Dazu wird am Anfang der ersten Klasse der Lernstand jedes Kindes festgestellt. Darauf aufbauend erhalten die Kinder auf sie zugeschnittene Lernangebote.

 

  • Differenzierungsstunden
    In diesen Stunden arbeiten zwei Lehrkraft in der Klasse oder sie werden in Kleingruppen geteilt. Dabei wird intensiv an einem Unterrichtsstoff der jeweiligen Jahrgangsstufe oder in Leistungsgruppen geübt.

 

  • Offener Unterricht
    Da die Kinder mit sehr unterschiedlichen Lernausgangsbedingungen in diesen Klassen sitzen, muss der Unterricht von offenen Unterrichtsformen geprägt sein, in denen Kindern Lernangebote bereitgestellt werden, die sie für ihr Weiterkommen benötigen.

 

Bayernweit setzen 243 Grundschulen ein Konzept um, das den Unterricht in heterogenen Lerngruppen in den Mittelpunkt stellt.